Bellis Perennis - The last daisy
Bellis Perennis - The last daisy

Spring, kleine Maria, spring und lauf über Wiesen und Felder. Lass die Sonne und den Wind mit deinen goldenen Haaren spielen. Lauf und genieße den Boden unter deinen nackten Füßen. Dein Kleid soll wehen und dein Lachen soll schallen über die Weite des Landes. Und sie läuft und genießt die Ausgelassenheit ihrer Kindheit.

Da sieht sie ein Gänseblümchen, hält inne und kniet sich nieder. So schön und zierlich. Der gelbe Plüsch und die weißen Blütenblättchen. Sie pflückt es, um es der Mutter zu zeigen. Sie an ihrer Freude teilhaben zu lassen.

Doch Männer, die herbei kamen, erschossen sie. Da lag sie, in der rechten Hand die Blume, Die Haare über das Gesicht verteilt. Das Blut färbt die Erde rot. Sie hat es nicht gewusst, hat den Zaun nicht bemerkt, das Schild nicht gelesen. Sie hätte es nicht einmal lesen können: "Bellis Perennis - The last daisy". Es war die letzte Blume, die es gab. Die letzte, die die Generationen der Zivilisation überlebt hat. Und diese wurde gepflegt und beschützt.


Dies ist meine Lieblingsgeschichte.
Die Idee entstand nach dem Film "Soylent Green",
in dem ein Baum durch ein Zelt geschützt wurde.
Aufgeschrieben wurde er von mir erst am 20. März 1985
durch die Anregung meiner damaligen Freundin.


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